Apr 8, 2012

at the Badischer Bahnhof

Basel, Switzerland

An impromptu sketch while waiting for a friend to arrive on the train. We will be moving back to the US this summer, so my time to sketch in Basel is very limited. A beautiful city- we will miss her very much!

Oct 14, 2011

Für den kleinen Hunger zwischendurch



Nach einer längeren Pause verspürte doch wieder große Lust, endlich wieder eine Skizze meiner Umgebung anzufertigen. Und wo kann man spontanen Hunger am besten befriedigen? In einem Imbiss alter Schule. Und dazu zählt ohne Zweifel die Kantine Dreispitz (selbstverständlich nicht im Netz zu finden). Man bekommt dort nicht die hohe Küche aufgetischt, sondern veritable Kraftnahrung. Gullideckelgroße belegte Brote, betonschwerer Kartoffelsalat, abflussrohrdicke Würste und tsunamimäßig überschäumendes Bier – eben alles, was ein ehrlich schuftender Arbeiter nun mal braucht – liebevoll von Hand gemacht, industriell ist hier nur die Umgebung. Begrüßt wird man mit herzlicher Schroffheit, bedient mit rotzigem Charme und verabschiedet mit grobem Witz. Danach ist ist man nicht nur körperlich satt, sondern hat auch seelisch ein rundum zufriedenes Völlegefühl.

Nur leider bleibt ein schaler Nachgeschmack. Lange wird es diesen Ort nostalgischer Grobschlächtigkeit nämlich nicht mehr geben. In den nächsten Jahren wird an dieser Stelle ein neues Quartier aus dem Boden gestampft. Und ich befürchte, dass es dann an deftiger Würze fehlen wird.

Sep 14, 2011

time for coffee

Starbucks in Basel

I have been enjoying seeing the sketches of my fellow Basel sketchers all summer, but spent a couple months in the States, then became involved in teaching and haven't had an opportunity to sketch in Basel for quite a while. Therefore, I thought I'd post an old sketch I did at Starbucks a while back. I am looking forward to finding a time to get together with the other sketchers now that I am back to this side of the world, and hopefully while the weather is still so nice.

Jul 17, 2011

der ruhige Moment

So richtig von Hand male ich im Alltag eigentlich nur wenn ich vor mich hin kritzle oder wenn ich etwas skizziere. Dafür mach ich es recht gerne. Schon immer habe ich in den Ferien mein Notizbuch gezückt und rumgezeichnet was vor meinem Auge stand. Das Ganze hat ja etwas beruhigendes. Das Bild braucht kein Hit zu sein, braucht keine weiterführende Aussage, keinen Sinn, keine schönen Farbkombinationen und man muss sich keine weiteren Gedanken zum Bild machen, sonder muss einfach nur zeichnen, schauen und sich wohlfühlen. Vielleicht gerade darum gelingt es mir in Basel nicht so gut mich irgendwo hinzusetzen und einfach zu zeichnen. So einfach das zeichnen nämlich ist, umso schwieriger ist es sich diesen ruhigen Moment zu nehmen. So sind meine ersten drei Bilder entstanden als ich wartete und nicht aus einem bewussten Entscheid.
Oben: BHF SBB, Unten: vor der Cargo Bar, beides im Juni




Jul 1, 2011

Trockenübung



Gestern wollte ich endlich zum Aquarell-Malen zurückkehren, musste dann aber erkennen, dass es sich damit nicht wie mit dem Fahrrad-Fahren verhält. Das Malen mit Wasserfarben kann man tatsächlich verlernen.

Dabei hatte alles so wunderbar begonnen. Das Wetter war herrlich, das Motiv (Villa Merian) genauso wie ich es mir vorgestellt hatte und das Zeichnen ging locker von der Hand. Dann aber machte ich mich übermotiviert ans Malen und alles ging Bach ab. Drei Stunden Arbeit für nix! Ein Riesenfrust setzte ein, gepaart mit der Einsicht, ein völliger Versager zu sein. Also riss ich das Bild vom Block, zerknüllte es fluchend und warf es in den Müll.

Klassisch!

Zum Glück hatte ich mich mit einem Freund zum Essen verabredet (am selben Ort), und ich konnte mich ein wenig fassen. Danach war mein Ehrgeiz wieder gesättigt, und ich zwang mich, das Ganze noch einmal anzugehen – zumindest, was die Zeichnung betraf.

Mit dem Ergebnis bin ich nun sogar zufriedener als vorher. Manchmal muss etwas wirklich gründlich in die Hose gehen, damit man einen Schritt vorwärts kommt.

Und die Sache mit der Farbe wird auch noch klappen.

Hoffe ich mal!

Jun 22, 2011

Pencil and ink

A couple of weeks ago I thought it was time to try something else than the fountain pen and started sketching with a 8B pencil instead. Getting used to it was much easier than I first thought although I still tend to focus on lines rather than tonal values, which is what I really wanted to exercise. I also tried a japanese brush, but it was a rather frustrating experience...

Rütimeyerplatz, while FC Basel was playing the last match of the season to win the title.

Altstadt (historic district)

The warehouse of the company Stamm in Binningen

Elisabethenkirche

Spitalstrasse

University

Pauluskirche

Jun 16, 2011

Das ist doch keine Art

Zurzeit findet bei uns die ART BASEL statt, die weltgrößte Kunstausstellung. Es war also kein Kunststück, mir auszudenken, wohin es mich heute mit meinem Skizzenbuch verschlagen würde. Gerne hätte ich in den heiligen Hallen der Messe Basel gezeichnet, doch vor den Eingängen drängelten sich derart viele Kunstfreunde, dass ich es lieber bleiben ließ.

Also skizzierte ich einfach mitten auf dem Messeplatz. Und wie es bei so Kunstanlässen nun mal ist, gab es ‘ne Menge gekünstelter Gestalten zu sehen – die ja auch eben gerne gesehen werden möchten. Nur wenn Horden von solchen Paradiesvögeln herumflattern, fällt niemand mehr so richtig auf.

Wahrscheinlich ist die größte Kunst heutzutage, normal zu bleiben.

Jun 9, 2011

Turm zu Basel

Eigentlich wollte ich heute mein Comeback im Aquarell-Malen geben. Aber leider war es heute morgen doch etwas zu kühl dazu. Also blieb nur das heutige Motiv eine wässrige Angelegenheit: der Wasserturm von Basel.

Was mir an solch postkartenartigen Lokalitäten besonders gut gefällt, ist nicht das eigentliche Sujet, sondern der Umstand, dass dort kaum Leute anzutreffen sind. Nicht, dass ich etwas gegen spontane Begegnungen und Plaudereien hätte, im Gegenteil. Aber gerade an solchen Orten der Entspannung ist die Tatsache, dass der Mensch von heute bevorzugt im Netz der Spaßgesellschaft hängt, für einmal einfach nur willkommen.

Wo hat man denn heutzutage noch seine Ruhe?

Jun 7, 2011

Ziemlich schräg

Ich bin nicht ganz schwindelfrei. Darum war das Zeichnen ins Skizzenbuch für einmal nur spannend ohne das vorherige ent-.

Ich saß auf einer Mauer, 15 Meter über dem Boden. Alle Augenblicke drehte ich mich in paranoider Ängstlichkeit um, um mich zu vergewissern, dass sich kein Verrückter von hinten anschlich, um mich aus krankem Spaß in die Tiefe zu stoßen (ich sollte aufhören, Sensationspresse zu lesen).

Aber das Motiv war einfach zu verlockend. Allerdings erschwerte die schräge Perspektive meine Konzentration erheblich. Mir wurde es ziemlich schwindlig.

Aber was tut man nicht alles für ein schönes Bild …

May 27, 2011

Casino Royal

Ja, hätte das Basler Stimmvolk vor ein paar Jahren den spektakulären Neubau des Basler Stadt Casinos der irakischen Architektin Zaha Hadid angenommen, dann hätten wir heute tatsächlich ein Casino Royal. Doch leider müssen wir uns nun weiterhin mit einem Casino Wimpy begnügen.

Aber so ist unser schönes Basel eben: Am liebsten bis weit über die Stadtgrenzen auffallen, aber bloß nicht dabei auffallen.

Wenigstens spielte unsere Fußballmannschaft dieses Jahr wieder einmal königlich (für hiesige Verhältnisse) und wurde am Mittwoch Schweizer Fußballmeister. Und gefeiert wird dies traditionell auf dem Balkon des Basler Stadt Casinos.

Für mich war das die Gelegenheit für eine neue Zeichnung in meinem Skizzenbuch. Als ich mich aber vor das besagte Motiv setzte, herrschte ein derart geschäftiges Treiben, dass ich kaum etwas sehen konnte. Darum beschloss ich, ein wenig zu schummeln. Vor Ort habe ich also die groben Umrisse festgehalten, die Details zeichnete ich dann ab Fotos. Dabei nahm ich mir die Freiheit, die eher schmucklose Wandmalerei des Casinos aus aktuellem Anlass durch das Logo des FC Basel auszutauschen.

So strahlt die alte Kiste doch noch etwas Royales aus.